Die zwei jungen Mädels im Cafe Negro ums Eck machen einen fantastischen Cappucino mit bezaubernden Motiven. Gute Laune gratis für jeden. Am Tag der Abreise sitzen wir das dritte mal bei ihnen am Tresen und Susi blickt nochmal auf den elektronischen Boarding Pass. Zum Glück erkennen wir, dass der Flug an einem anderen – uns bisher unbekannten – Flughafen startet…
Mit dem letzten Peso begleichen wir die Fahrt, das Trinkgeld bekommt der Fahrer zu seiner Freude in US$. Die Fahrt auf MapsMe zu verfolgen kann ungemein beruhigend sein, sonst hätten wir vermutet, demnächst ausgeraubt und ausgesetzt zu werden, so abenteuerlich war der Weg zu diesem ehemaligen Militärflughafen. Die Frittenbude und die Gepäcktrolleys in der Wiese vor der Abfertigungsbaracke machen nicht im Entferntesten den Eindruck, dass hier internationale Flüge abgewickelt werden.
Der Flug mit JetSmart verlief dann ähnlich nervenaufreibend, 2 Std. später als geplant, mit einer unerklärlichen Ehrenrunde in Ameisenkniehöhe über Buenos Aires und die Zeit um den Anschlussflug nach Calama zu erreichen schmolz dahin. Noch über Argentinien nimmt der Pilot den Schub raus und scheint geradewegs in die Anden zu tauchen, aber Chile ist ja auch sehr schmal…

Und in Santiago läuft dann alles wie am Schnürchen: Fieber messen (!), zack vorne in der Schlange an der Immigration anstellen, das Gepäck ist schon auf dem Band als wir kommen, beim Zoll den Sonderschalter für die Crews genommen und locker sind wir rechtzeitig am Check-In für den Weiterflug nach Calama, der in die untergehende, blutrote Sonne startet – wie romantisch!


















































