Mit dem Bus sind wir über die grüne bzw. braune Grenze nach Argentinien eingereist. Nur wenige Kilometer hinter Puerto Natales zweigt ein Feldweg links von der Straße ab, an dessen Beginn eine Hütte mit Schranke steht, der chilenische Grenzposten. Die Formalitäten waren für die wenigen Buspassagiere schnell erledigt und dann ging es ganz behutsam weiter über die Schlaglochpiste bis nach ein paar Kilometern ein ähnlicher Bau hinter der argentinischen Grenze auftauchte. Der weite(re) Weg über 250 Km nach El Calafate verlief, jetzt asphaltiert, durch eine unglaubliche Ödnis mit Weidezäunen bis zum Horizont, hinter und vor denen nichts anderes als Guanacos und Nandus weideten. Das braune Gras wurde von dem Sturm flach gepresst und die wenigen Bäche verloren ihr Wasser in den Wind. Ein paar Radfahrer begegneten uns, die mit dem Wind radelten; der einzige der gegen den Wind unterwegs war schob – unklar wie weit er an diesem Tag noch kommen würde, jedenfalls nicht in eine der wenigen traurigen Ansiedlungen, die sich hier verlieren.
El Calafate liegt am türkis leuchtenden Lago Argentino und ist eine quirlige Kleinstadt, Ausgangspunkt für Ausflüge zur argentinischen Seite des Campo Hielo del Sur mit dem berühmten Gletscher Perito Moreno.


In El Calafate, etwas außerhalb auf einer Anhöhe mit traumhaften Blick, gibt es noch ein Glaciarium mit vielen Informationen rund um die Gletscher und insbesondere Filmaufnahmen vom Einsturz der Eisbrücke des Perito Moreno Gletschers. Am Ufer des Sees liegt ein Schutzgebiet mit einer Menge verschiedener Vögel und den berühmten, stacheligen Calafate Sträuchern, die jetzt voller leckerer, Blaubeer-ähnlichen, sehr süßen Beeren hängen (die meist in Eis, Marmelade oder Kuchen landen)








