Oder über die Unmöglichkeit, auf einem sonnigen Felsen in Frieden Brotzeit machen zu können. Keas sind nicht blöd und außerdem mit ihrem braun-grünen Gefieder hervorragend getarnt. So lauern sie also in der Nähe frequentierter Parkplätze auf ihre ahnungslosen Opfer. Und wir waren tatsächlich überrascht als der grelle Ruf (von dem der Kea seinen Namen bekommen hat) aus den nahen Bäumen kam und nur Sekunden später der erste eine Armlänge von uns entfernt aufsetzte. Überraschungen können ja freudiger Natur sein oder aber ängstigen. Der eine rennt also nach seinem Foto und die andere versucht derweil den Brotzeitpapagei auf Distanz zu halten. Aber so einfach lässt sich ein Kea nicht beirren, selbst ein Küchenmesser, vor den Schnabel gehalten, interpretiert er als Spielzeug und nicht als Warnung. Mit dem Handtuch aufgescheucht, fliegt er kurz 270° und greift von hinten an. Füttern ist ja streng verboten, aber es ist schwer zu verhindern, dass er sich selbst füttert… Zumindest die unscheinbaren Krümel vom Brotschneiden kriegt er mit seinem Krummschnabel aus den Felsritzen herausgepult. Erst als die Plastikschüssel mit den Essenssachen wieder im Auto ist, lässt er von uns ab.



