Ein Lichtblick nach 10 Tagen Hausarrest

Nachdem es seit Verhängung der Ausgangssperre am 16.3. keinen Fortschritt in Richtung einer Ausreise und Rückflug nach Deutschland gab, scheint es nun endlich für den 31.3. ein Flug mit LATAM von Cusco über Santiago de Chile nach Frankfurt zu geben. Der Botschafter feiert sich dafür, alle anderen schütteln nur den Kopf, aber immerhin, für die, die nicht in Cusco oder Lima warten, geht es erst Anfang April nach Hause.

Die Situation in Cusco hat sich fast täglich verschärft. Durften wir Anfangs noch selber einkaufen, so ist uns das jetzt auch untersagt, da unsere Gegend zu einer speziellen Sperrzone erklärt wurde. In unmittelbarer Umgebung hat es Coronafälle gegeben, ein ältere Mexikaner ist daran gestorben. Seither geht die Polizei rigoros vor und verhängte Quarantäne von mindestens einem Monat über ein Hostel in dem ein Corona-Fall entdeckt wurde. Fast 150 Gäste und Mitarbeiter sind betroffen, darunter auch Deutsche. Das Haus wird von Militärs rund um die Uhr bewacht und die Bewohner dürfen ihre Zimmer 23 Std. am Tag nicht verlassen.

Die Schikanen durch die peruanischen Behörden kennen keine Obergrenze:
– Wir dürfen offiziell unser Zimmer nicht verlassen; da wir aber die einzigen Gäste sind und die Klappladen zur Straße zum Schutz gegen neugierige Blicke geschlossen wurden, können wir im Innenhof und auf den Balkon an die frische Luft. Dieser Umstand ist eigentlich das größte Glück, das wir in dieser Zeit genießen.
– Für den Transfer zum Flughafen reicht nun nicht mehr ein Passierschein der Polizei sondern es muss auch eine Genehmigung des Außenministeriums vorliegen.
– Da der Flughafen in Lima geschlossen wurde und nur noch der militärische Teil geöffnet ist, können nicht mehr als 3 oder 4 Maschinen am Tag abgefertigt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert