Savai’i ist die größere der beiden Inseln Samoas. Wir sind mit der Fähre von Upolo in ca. einer Stunde übergesetzt und im Savaien Hotel, einer netten kleinen Bungalow Anlage untergekommen. An der Südküste befinden sich in einem Lavafeld die blowholes. Ein kleines Schild weist uns den Weg von der Hauptstraße über eine Holperpiste zu einem kleinen Unterstand, an dem wir den Obolus von 10 Tala entrichten und nun entlang der Küste noch ca. 1 km fahren müssen, bis wir von einer typischen Samoanerin auf eine Wiese zum Parken eingewiesen werden. Der Parkplatz kostet nochmal 10 Tala… Jetzt sehen und hören wir schon die gewaltige Brandung und haben nur noch wenige Meter über die schwarzen Lavafelsen zu gehen bis wir vor dem ersten Loch stehen. Wenn eine große Welle mit der richtigen Phasenlage in den Tunnel schwappt, kommt an dessen Hinterausgang mit lautem Getöse die Gischt wie bei einem Geysir herausgeschossen. Ein tolles Spektakel. Die Herrin über den Parkplatz hat noch zwei Kokosnüsse dabei, die sie (diesmal ohne Aufpreis) im richtigen Moment in das Loch wirft, auf das sie wie Kanonenkugeln herauskatapultiert werden, um bei ca. 15m Höhe den Rückweg anzutreten. Das die Gute dabei klitschnass wird, ist wohl bei der sengenden Hitze kein Nachteil. Wir treiben uns noch lange zwischen den insgesamt 7 Löchern herum, nicht ohne selbst langsam eine dicke Salzkruste anzusetzen. Mit unserem Besuch ist das Tagwerk vollbracht und auf dem Rückweg mögen wir sie doch bitte mit ins Dorf nehmen, was wir gerne machen (und uns den Scherz verkneifen, dafür auch 10 Tala haben zu wollen ?)
Allerlei Löcher in Samoa
Samoa ist ebenfalls vulkanischen Ursprungs und bietet deswegen einige, von Lavaflüssen geformte, sehenswerte Löcher. Diese sind meist mit Wasser gefüllt und haben Verbindung zum Meer. Das eine Loch, Tu Sua Ocean Trench, ist ziemlich tief mit überhängenden oder mindestens senkrechten Wänden und man steigt über eine etwas glitschige vielleicht 7m hohe Holzleiter hinab. Nur für Schwindelfreie und das Wasser ist leider zu flach um von oben zu springen.
Im O le Pupu-Peo Nationalpark wandern wir durch einen dichten Wald aus Schraubenpalmen entlang von Lava Klippen, die etwa 10m senkrecht ins Meer abfallen und beobachten wie sich die Brandung an den Felsen abarbeitet und weitere spannende Löcher erzeugt. Neugierig nah am Klippenrand, nicht aufgepasst, einen Kaventsmann übersehen und schon gibt’s eine deftig salzige Dusche.















