Nun sind wir doch ausreichend lang in dieser Gegend gewesen. Aber man gewinnt auch viele Einblicke, die bei kurzer Durchreise verborgen bleiben. Drei Tage waren wir in der wunderbaren Cabana Rincon. Mit dem Fernseher im Frühstücksraum haben wir unser Spanisch verbessert und dies und das erfahren, was in diesem Land gerade so passiert. Der Tourismus in der Region ist dieses Jahr um 80% eingebrochen. In Puerto Varras würde man in einem normalen Sommer von den Feriengästen erdrückt werden und kein Zimmer wäre ohne vorherige Reservierung mehr zu bekommen – Glück für uns! Wir haben in der Unterkunft weniger als ein drittel des normalen Preises (bei Booking.com) gezahlt. Und nebenbei war das Essen auch noch umsonst, es wächst nämlich direkt vor der Tür – Muscheln, die sich nicht an die Netze der Farm sondern an den Schotter in der Bucht geheftet haben und bei Ebbe eimerweise eingesammelt werden können.
Sogar der Eintritt in den Nationalpark Alerce Andino wurde uns erlassen. Die Alercen, eine Zypressenart, sind vom Aussterben bedroht, als eine von zwei Baumarten weltweit. Wir haben bei einer 4 stündigen Wanderung eine 1000-jährige, riesige Alerce gesehen, einen mächtigen Wasserfall und einen entrückten Bergsee. Außerdem war die Zufahrt ein Schmankerl für Freunde des 4×4 Antriebs und der Parkplatz-Fuchs war wieder enttäuscht, dass wir kein Fuchsfutter dabei hatten.

Die letzte Sitzung bei Claudia ist absolviert, alle Wurzeln wieder verfüllt, der Mahindra wehmütig zurückgegeben und morgen werden wir aufbrechen nach Punta Arenas.
















































