Huahine, die Schwangere

Nach dem Über-Wasser-Bungalow sind wir auf Huahine in eine sehr einfache Hütte, eigentlich ein Bretterverschlag, umgezogen. Aber die Wirtin Manolo war ausgesprochen nett und hilfsbereit. So haben wir – very local – den Yacht Club in Fare besucht, das einzige, aber gut geführte, Restaurant/Kneipe in dem Ort, Freitag Abends mit Live Band und Tanz. Nur leider war die Musik… Schwamm drüber. Außerdem war der Abend getrübt von einem Rückfall und Susi musste Tags drauf den ‚Medicin‘ besuchen, der aber besser war, als das äußere Erscheinungsbild der Praxis vermuten ließ.

Hua Hine bedeutet in der Landessprache Sex und Frau, wie immer das dann zu kombinieren ist. Jedenfalls wurde wir darauf hingewiesen, dass das Profil der Insel offensichtlich eine liegende Hochschwangere darstellt und daraus ergebe sich dann eben der Name.

Am Nachmittag bin ich mit dem Fahrrad um die Schwangere gefahren, das waren zwar nur 25 Km, aber Hallo, der Bauch war ganz schön steil:

Von oben wurde die Mühe des steilen Anstiegs mit dem Blick (auf den Fruchtwasser See?) belohnt. Weitere interessante Anblicke zur Entstehungsgeschichte der Insel kamen nach der Abfahrt in Sicht.

Anders als Bora Bora ist Huahine sehr gepflegt, mit vielen schönen Gärten und üppigen tropischen Wäldern, eine viel schönere Insel, wenn man mal von der Lagune absieht.

Einmal Royal Huahine, musste sein

Der Flug von Bora Bora nach Huahine soll 20 min dauern, die Flugzeit wird sich aber durch eine eingefügte Zwischenlandung auf Raitea verdoppeln. Kaum ist die Durchsage beendet, was alles an Bord während des Starts nicht erlaubt ist, beginnt das Band für die Maßnahmen bei der Landung. Dazwischen gibt es zum Abschied einen wunderbaren Ausblick auf das teuerste Reiseziel der Welt…

Auf Huahine haben wir uns den Luxus eines Auf-dem-Wasser Bungalows geleistet, in einer kleinen Anlage, die nur mit dem Boot erreichbar ist. Die kleine Bucht in der bergigen Landschaft ist eingerahmt von tropischem Wald und absoluter Ruhe. Die Bungalows sind schon etwas in die Jahre gekommen, aber dadurch preislich gerade noch diesseits der Schmerzgrenze, es wird dennoch die teuerste Nacht dieser Reise werden. Der große, hohe Raum, die Terrasse über dem Wasser, die Aussicht, die exklusive Abgeschiedenheit sind einmalig schön. Man kann direkt zum Schnorcheln ins Wasser steigen oder sich ein Kajak nehmen, um die Lagune zu erkunden. Am Abend schaut noch eine Gruppe Adlerrochen vorbei, aber wir haben keine passenden Köder und so ziehen sie viel zu schnell weiter. Die kleinen bunten Fischlis aus dem Korallenstock unter uns mögen die Bröckchen vom alten Baguette dagegen sehr.