Milford Sound

Entstanden sind die Fjorde in der letzten Eiszeit, in der es wohl genauso oft und viel geschneit hat, wie es jetzt regnet. Die Gletscher müssen gewaltig gewesen sein und sie haben die Granit-Berge gründlich abgehobelt, die Gipfel ragen aber immer noch über 2000 bis fast 3000m hoch. An den glatten Flanken bemühen sich die Bäume Halt zu finden, aber weiter oben wächst nichts mehr, was auch am Wind und dem rauen Klima liegen mag. Der Ort Milford Sound besteht eigentlich nur aus vielen, vielen Parkplätzen, diese aber schön in Grün eingebettet und für nur 10$ die Stunde zu haben. Es gibt noch einen abenteuerlichen Flughafen und eine Container-Siedlung für die Angestellten. Fast alle Chinesen kommen mit dem Bus (und es gibt davon viele), dann gibt es noch ein paar andere Touristen, die mit dem eigenen Auto oder Camper kommen, möglicherweise ist auch mal ein Einheimischer darunter. Zahlreiche Schiffe fahren vielfach am Tag in den Fjord – morgens relativ günstig, mittags fast doppelt so teuer. Wir haben eine zweistündige Rundfahrt mit einem relativ kleinen Schiff gebucht und bei strahlendem Sonnenschein, aber einstelligen Plusgraden, geht es früh um 9 Uhr los. Es ist jetzt offiziell Sommer und die Neuseeländer sind froh, dass das Frühjahr vorbei ist – es muss eines der kältesten und nässesten seit vielen Jahren gewesen sein. Zum Milford Sound muss man nicht viel erzählen, da die Bilder für sich sprechen – atemberaubend, besonders die Wasserfälle, an die der Kapitän so dicht heran bugsiert, dass die vorwitzigen Passagiere ganz vorne am Bug von der Gischt eine frische Ladung abbekommen, aber es soll um 10 Jahre jünger machen. Wir bleiben auf dem obersten Deck und werden dafür nur 5 Jahre jünger.