In Buenos Aires ist jedes Restaurant eine Art Steak-House. In den Schaufenstern der größeren Restaurants drehen sich halbe Tiere über einem großen Holzfeuer, dazu Bündel von Würsten, Rollbraten, etc.

Die Speisekarten haben aber auch eine kleine Salate-Rubrik und man kann sich die Zutaten seines Salats aus einer Liste zusammenstellen. Bei den Hauptgerichten ist jedoch Vorsicht geboten: Gibt es von einem Gericht halbe und ganze Portionen, empfiehlt es sich, die halbe Portion ‚para compartir‘ zu bestellen und den nicht geschafften Rest einpacken zu lassen! Eine ganze Portion reicht locker für 4 Amerikaner…. Oft werden die Fleischgerichte auch als Vorspeisen angeboten, wenn wir eine solche bestellen und aufteilen, passt die Fleischmenge ganz gut zum satt werden, wenn wir dazu noch eine (!) Portion Beilage, z.B. Kartoffelbrei bestellen.
Das eingepackte Essen kann man nach wenigen Metern dem nächstbesten Obdachlosen auf der Straße schenken. Bei einer Inflation von über 50% im Jahr steigt die Zahl der Mittellosen sprunghaft an. Das bemerkt man auch an den vielen ‚Arbolitos‘, die auf offener Straße den schwarzen Tausch von Dollar und Euro ausrufen. Pro Monat darf ein Argentinier max. 200 US$ erwerben, weshalb der Schwarzmarkt-Kurs 30% höher als der amtliche ist.
