Unsere nächste Station ist die kleine Insel Moso nicht weit von der Hauptinsel Efate entfernt, auf die wir mit einem kleinen Boot übersetzen. Dort haben wir für 4 Nächte in dem ‚Resort‘ Tranquility Island einen Unterstand mit Bett darin und ein kleines gemauertes Bad dahinter mit einem putzigen kleinen eigenen Strand zwischen den Mangroven. Hier gibt es noch ein paar versteckte Hütten, für das Taucherequipment, das ‚Restaurant‘ sowie ein paar Hütten für die Angestellten. Es ist eine sehr familiäre, freundliche Atmosphäre, in der wir uns geborgen fühlen, denn ein bisschen Abenteuer ist das schon hier. Es gibt Regenwasser zu trinken, aber auch daraus zubereiteter Kaffee.
Ach und es gibt einen Wifi Hotspot am Strand… und die sagenumwobenen vanuatischen Kaninchenwolken.
Kurz hinter der letzten Hütte liegt eine Aufzuchtstation für die seltenen echten Karettschildkröten. Etwa die Hälfte der frisch geschlüpften Jungen, die aus den Nestern auf der anderen Inselseite ins Meer wollen, werden aufgesammelt und zwei Jahre in Tanks hochgepäppelt um dann mit ca. 30 cm Panzerbreite ins Meer entlassen zu werden. Mit dieser Größe werden sie nicht so leicht Opfer von Tintenfischen oder Barracudas. Angeblich schaffen 97% den Übertritt, verglichen mit Bayerns Grundschulen ein beachtlicher Erfolg.
Es soll eine Familie der seltenen Dugongs hier leben, eine Art Seekühe, die sich von Seegras ernähren, das besonders gut sprießt seit der letzte Taifun hier viele Korallen ruiniert hat – wir sind gespannt, ob wir das Glück haben werden, sie zu sehen. Bei unseren 4 Tauchgängen haben wir viele hübsche Fische und auch zwei Karettschildkröten gesehen. Besonders spannend war ein kleiner Krater am Meeresboden, aus dem heißes Wasser strömt, mit dem man sich in 20m Tiefe ein wenig aufwärmen kann. Die Korallenformationen und ihre Vielfalt mit harten und weichen Spezies sind sehr beeindruckend, auf der Südseite der Insel sind sie auch nicht vom Taifun beschädigt worden. Spektakulär sind die Höhlen durch die wir hindurch tauchen und die Überhänge, unter denen sich gerne große Fische verstecken, z.B. ein ziemlich großer Kuhschwanz-Stachelrochen und ein paar fette Lippfische.
Auf der anderen Inselseite, zum offenen Meer gelegen, gibt es eine große Bucht mit vorgelagertem Riff. Hier liegt Fred’s beach, eine knappe Stunde Fußmarsch durch das Dickicht der Insel. Der große Strand und ein paar Sandbuchten nebst einer großen Höhle gehören uns ganz allein, naja fast ganz allein, denn Socks und Boots, die zwei Hunde von Tranquility Island haben uns freudig begleitet. Nun liegen sie im Schatten der Felsen, an denen sogar Kapern wachsen und warten bis wir in dem Südsee-Kitsch Wasser fertig gebadet und ausgeruht haben.






















