Bevor wir Japan in Richtung Vanuatu, hoffentlich vor Eintreffen des Super Taifuns ‚Hagibis‘, verlassen werden, verbringen wir noch fast drei Tage in Tokyo. Highlights dieser Tage waren:
- Die Hochhäuser in dem Viertel rund um den Bahnhof Shinjuku
- Die Straßenkreuzung Shibuya in der Nähe des gleichnamigen Bahnhofs
- Die Thunfischauktion im Großhandelsmarkt Toyosu früh um 5
- Die Fahrt mit der Hochbahn Yurikamome und dem Wasserbus
Die Hochhäuser im Shinjuku Viertel sind architektonisch auffallend um Eigenständigkeit bemüht, keines gleicht einem anderen und jedes hat seinen Stil bzw. eye catcher, sei es in der Form, der Fassadengestaltung oder den verwendeten Materialien. Besonders gefallen hat uns der Sitz der Präfektur Tokyo (vulgo Rathaus) welches in Form eines Doppelturms von Kenzo Tange erbaut wurde und einen kostenlosen Zugang für die Öffentlichkeit im 45. Stock in 202 m Höhe bietet, mit atemberaubenden Rundumausblick.
Der Bahnhof Shibuya gilt als einer der verkehrsreichsten der Welt, an die drei Millionen Pendler kommen hier täglich aus einer der 9 verschiedenen Bahn- bzw. Metrolinien an. Berühmt ist die Kreuzung Shibuya, die in der Grünphase für die Fußgänger (in alle Richtungen gleichzeitig) von einer wahren Völkerwanderung überschwemmt wird.
Um 4 Uhr in der Nacht sind wir aufgestanden, um halb 5 mit dem Taxi quer durch Tokyo zum neuen Großmarkt Toyosu gefahren um rechtzeitig um 5 Einlass zu begehren. Anders als im Reiseführer beschrieben, gab es überhaupt keinen Andrang und wir konnten die Auktion, die etwa um halb 6 begann von einer Galerie (leider hinter Glas) mit bester Sicht verfolgen. Da noch eine geführte Reisegruppe kam, konnten wir die Kommentierung des Reiseleiters, der die Gepflogenheiten und Gesten bei der Versteigerung kannte mitverfolgen. Außerdem wurde über einen Lautsprecher die Tonkulisse der Halle auch auf die Galerie übertragen. Ein spannendes Spektakel, bei dem innerhalb von ca. 90 Minuten hunderte gefrorene Thunfische im Sekundentakt versteigert werden. Erschreckend aber auch, wenn man sieht, welche Mengen an Thunfisch hier täglich umgesetzt werden.
Die Fahrt mit der führerlosen Hochbahn Yurikamome über die Rainbow Bridge, eine große Hängebrücke, die die künstliche Insel Odaiba mit dem Festland verbindet gehörte zu unseren Highlights in Tokyo. Ich habe die Fahrt etwas beschleunigt, für die ungeduldigen Naturen…
anschließend sind wir noch mit dem Wasserbus (naja, eigentlich ein Touristenboot) von Odaiba den Fluss Sumida ca. 1 Stunde flussaufwärts bis zum Tokyo Sky Tree gefahren. Zahlreiche Wohntürme mit 20-30 Stockwerken säumen den Fluss, sicher nicht ganz billig, dort oben zu wohnen. In der ganzen Stadt wird fast jede Brücke renoviert und auf zig Baustellen neue Türme hochgezogen, Olympia 2020 wirft seine Schatten voraus.





































































