Eine lose Sammlung von Bildern aus unseren Unterkünften und Eindrücken auf den Yasawas. und danach ein paar Videos vom Schnorcheln in den Korallengärten
Blick ins Bett
und aus’m Bett
Jetzt lässt sich der Laptop nicht mehr laden und mit Glück ist das Ladegerät hops und nicht der Laptop. Wird sich wohl erst in Neuseeland klären und richten lassen ?
Unser nächstes Resort ist Barefoot Manta; mit dem Yasawa Flyer fahren wir bei schönstem Sonnenschein von Blue Lagoon etwa 2 Stunden an den Yasawas entlang, bis wir scharf links einbiegen in den schmalen Kanal zwischen den Inseln Drawaqa und Naviti. Hier liegt das Resort an einer Landspitze mit Stränden in drei Himmelsrichtungen, Sunset-, Sunrise- und Manta Ray beach. Wir haben einen fantastischen, offenen Bungalow direkt am Sunset beach mit Hängematte zwischen Palmen und einem Bankerl am Strand. Zuvor werden wir unterwiesen in die Gepflogenheiten des Resorts, so wird z.B. bei der Sichtung von Mantas auf einer großen Trommel Alarm geschlagen damit alle, die Mantas sehen wollen zur Tauchbasis eilen können. Blablabla, die Manta-Saison ist von August bis Oktober und jetzt vorbei… Noch bevor wir unsere Hütte bezogen haben, geht schon die Trommel. Wir hasten zu unserem Rucksack, reißen die Taucherbrillen heraus und sputen uns, noch passende Flossen zu bekommen, bevor wir das Boot mit zahlreichen anderen Gästen besteigen, welches uns wenige 100m hinaus in den Kanal bringt. Der erste Eindruck nach dem Hineinspringen ist milchig-blau, man sieht in der Brühe genau nichts. Aber genau das ist es, was die Mantas schätzen. Durch den flachen Kanal zwischen den Inseln strömt das Wasser jeweils bei Ebbe und Flut hindurch und schwemmt dabei Plankton und anderen Dreck hindurch. Die Mantas müssen also nur das Maul aufsperren und durch ihre leicht versalzene Suppe schwimmen um sich satt zu fressen. Zunächst sieht man aber nur viele nackte Beine mit bunten Flossen dran, aber plötzlich kommt da was viel größeres Schwarzes schemenhaft in Sicht und tatsächlich kommt der erste Manta so dicht heran geschwommen, dass mir ein wenig mulmig wird, aber gleich fliegt er elegant vorbei und wieder davon. Nach einer Weile wiederholt sich das Schauspiel, aber jetzt bin ich besser vorbereitet und folge dem Manta mit kräftigem Flossenschlag, denn sie haben es gar nicht eilig oder können vielleicht gar nicht schneller. Am besten ist, sich nicht in der Gruppe der planschenden Massen aufzuhalten, sondern einfach etwas abseits zu warten, bis wieder ein Manta vorbei geflogen kommt. Jedenfalls scheinen die Tiere nicht im Mindesten beeindruckt und ziehen ihre Bahnen unter oder neben den vielen Gaffern, manchmal mit beeindruckenden Wendemanövern, immer ein paar Putzerfische wie unten angklebt im Schlepptau. Zwischendurch gerate ich in einen riesigen Schwarm ganz absonderlich silberner Fische, die ihr Maul unglaublich weit aufreißen können, um ebenfalls das Plankton aufzusaugen. Das Paddeln gegen die Strömung und das Verfolgen der Mantas ist ganz schön anstrengend, so dass wir, fix und alle, wieder in das Boot steigen, noch völlig geflashed von den fliegenden Unterwasser-Giganten.
Seit meine Mutter, etwa als ich 12 war, einen pampasgrasgrünen Manta mit sagenhaften 90 PS gekauft hatte (mit dem ich dann etwas später auf nicht öffentlichen Feldwegen im Hintertaunus fahren gelernt hatte), war ich fasziniert von diesen Tieren. Habe aber heute erst verstanden, wo auf dem Logo vorne ist: das stumpfe Ende schwimmt voraus.
Einen Ausflug zu den Höhlen Sawa-I-Lau sollten wir unbedingt machen, empfahl uns einhellig das Personal im Nanuya Boat House und Coconut Beach Ressort, nur hatten sie leider an den Tagen unseres Aufenthalts keine Touren auf dem Plan. Aber wir hatten Glück und konnten uns noch der vom Blue Lagoon Ressort angebotenen Fahrt am Vormittag unserer Abreise anschließen. Mit einem kleinen Boot aber kräftigen Außenborder ging es eine halbe Stunde nördlich bis zu einer kleinen namenlosen Insel, offensichtlich vulkanischen Ursprungs. Ausgerüstet mit Taucherbrille, Foto und Taucherlampe (hier kam das teure, schwere und ‚völlig überflüssige‘ Stück zu seinem glanzvollen Einsatz) ging es zunächst ein paar Stufen hinauf und dann wieder hinab in eine hohe Halle mit senkrechten Wänden, in die aber Licht von einem Loch in der Decke fiel und unten das Wasser stand. Über eine kunstvoll mit Seilen verschnürte Reste einer Baumarkleiter ging es hinein. Das Wasser war sicher 5 m tief und an den Wänden gab es kaum einen Halt. Der Guide erklärte nach einer Weile, dass es noch 4 weitere Höhlen gäbe, wir aus Zeitgründen aber nur 2 anschauen würden, allerdings müsse man von der einen Höhle in die andere tauchen, da der Durchgang bei Flut unter Wasser sei. Die Ebbe war jedoch noch nicht lange vorbei, also war der Durchgang vielleicht 20 cm nach oben offen, hoch genug für den Schnorchel jedenfalls. Trotzdem ist es ein merkwürdiges Gefühl, durch einen schmalen Spalt zu schwimmen, ohne den Kopf heben zu können, in der Hoffnung, dass man auf der anderen Seite wieder raus kommt. Aber mit dem starken Licht der Tauchlampe war das gar nicht so schwer und der zweite Höhlenteil, nun ohne Tageslicht war ungleich spannender, sowohl über als auch unter Wasser. Auch gab es eine schwimmende Installation aus Kloabflussrohren, an denen man sich wie an einem großen Rettungsring etwas ausruhen konnte. Ein irre langer Nachhall folgte auf das gemeinschaftlich gebrüllte ‚Bula‘, was einem sonst bei der Ankunft in jedem Ressort entgegenschallt, bevor wie den Rückweg antraten (schwimmend zwar, aber manche Schwimmer traten trotzdem). Einige, solche mit weniger Höhlenaffinität, waren durchaus froh, als sie wieder raus getaucht waren und den Kletterkunststücken unseres Guides zusehen konnten, der dann aus 5 Meter Höhe eine Arschbombe zum Besten gab.
Der erste Tag auf Fiji fühlt sich sehr gut an, in der Früh um 7 gehen wir von unserem Hotel (im Design eines Parkhauses) nur quer über den Parkplatz zum Hafen, wo die Katamarane auf die Mamanuca und Yasawa Inseln ablegen. Der Katamaran fährt täglich die Inselgruppe entlang und kehrt nach 5 Stunden Fahrt wieder um. Alles ist perfekt organisiert, wir kaufen einen Wochenpass für den Yasawa Flyer und lassen für die ersten zwei Nächte im Octopus Ressort auf der Insel Waya reservieren. Da es auf den kleinen Inseln keine Anlegestellen gibt, kommen von den Resorts jeweils kleine Bötchen zum Katamaran und übernehmen Gepäck und Passagiere. Die Inseln sind unerwartet bergig und teilweise bewaldet mit wunderschönen Sandbuchten, in denen die Hütten am Strand stehen. Meist gibt es noch ein, zwei größere Gebäude für Küche und Restaurant. Also so richtig Südsee-Kitsch mit weißem Sandstrand und Palmen. Unser erstes Resort ist auf angenehme Weise komfortabel mit Bar am Strand, Tauchbasis, Pool (wie überflüssig!) und, weil Freitag ist, bekommen wir am Abend noch eine Show geboten, bei der alle Angestellten für die Gäste kräftig singen und tanzen. Gespeist wird unter einer großen, offenen Holzkonstruktion mit Sandboden an fein gedeckten Tischen. Die Vollpension ist zwingend aber durchaus lecker. Die Möglichkeiten, die Kalorien wieder loszuwerden sind überschaubar und Beach Volleyball ist auch nix, wenn frau sich beim Ausstieg aus dem Landungsboot die Zehen verstaucht. Die Traveller Szene ist erstaunlich jung (denn die Preise scheinen uns eher für ältere Semester erschwinglich). Die Europäer unter den Gästen sind fast überwiegend Weltreisende, die auch oft 6 Monate oder noch länger unterwegs sind. Jedenfalls überrascht es – anders als in Japan – niemanden, wenn wir nach unseren Reiseplänen gefragt werden.
Am Nachmittag waren wir trotz hoher Wellen und verblüffender Strömung im Hausriff beim Schnorcheln. Dort trafen wir auf einen Schwarm Zebra-Piranhas, die sich unerschrocken auf den verdutzten Badegast stürzen und kleine Stücke aus den Flanken beißen. Ideal für die adipösen Touristen, nach wenigen Minuten hat man schon ein paar Gramm weniger auf den Rippen…
Tags drauf klärt sich das Verhalten der Fische auf: Regelmäßig bietet das Resort Schnorcheln mit Fischfütterung im Riff an. Wie man am Mienenspiel des Kollegen rechts unten sehen kann, war er einfach sauer, dass ich nichts zu fressen für ihn dabei hatte.
Heute war der ereignisloseste Tag der letzten 7 Wochen
Mein 50. Tauchgang mit zu wenig Bleigewichten (hab ich abgenommen?), begleitet von einem wenig empathischen Tauchguide war nicht der Brüller, viele Korallen sind hier großflächig abgestorben und der einzige Hai des Tages war viel zu weit weg, um ihn streicheln zu können. Aber einen Tag lang nix machen, sich nur bedienen lassen, ist auch mal ganz ok. Das werden wir die nächsten 6 Tage noch weiter so machen, weil heute sind wir damit nicht fertig geworden…
KidschiHeute war es etwas windig… auf dem Weg nach Nanuya Boathouse
Nur eine Nacht waren wir in Nanuya Boathouse, einer preiswerten Unterkunft, angeschlossen an ein teures aber etwas seelenloses Ressort, nur 4 Gäste in der großen Anlage waren auch etwas strange. Aber das Abendessen – ein frisch gebratenes Filet vom lokal gefangenen White Snapper war sensationell gut. Schräg gegenüber auf der Insel Tavewa liegt das Coconut Beach Ressort, wo wir auch nur eine Nacht buchen konnten. Die Atmosphäre dort war ungleich herzlicher, ein kleiner Betrieb mit nur 8 sehr komfortablen Hütten, die in einem großen Palmenhain verstreut liegen. Das Hausriff war üppig bevölkert mit Fischen und Korallen aber etwas schwierig zu erkunden, da es eine starke Strömung gab und der Wind aus Nordost konstant stark weht. Am Abend gab es eine gemeinsame Runde mit allen 9 Gästen mit einer Kava Zubereitungs-Zeremonie bei der die Jungs vom Ressort natürlich am meisten konsumiert haben, dafür aber den ganzen Abend richtig gut gesungen und Gitarre gespielt haben.
Zum Abschied gab es einen Blütenkranz um den Hals und einen rührenden Abschiedssong von allen Angestellten des Ressorts. Dann ging es eine kurze Bootsfahrt hinüber auf die Insel Nacula in das Blue Lagoon Resort. Das hat seinen Namen völlig zu Recht, denn das Wasser hier ist wirklich unverschämt kitschig türkis. Hier auf der Lee Seite ist das Wasser spiegelglatt und ausgedehnte Korallenbänke laden zum Schnorcheln ein.