Eine Flugstunde nordöstlich von Tahiti liegt Rangiroa. Das Atoll hat gewaltige Ausdehnungen, 40*80 km. Sein Rand wird teilweise von bewohnbaren, schmalsten Inselstreifen markiert, aber es fühlt sich an, wie auf einem kleinen Floß in der unendlichen Weite des Ozeans. Wir haben eine bescheidenes Zimmer direkt am Strand vor dem gebügelt ausgebreiteten Wasser, aber mit Palmen, die etwas Schatten spenden und Tischen mit palmgedeckten Sonnendächern. An Neujahr hat auch hier fast alles zu, bis auf einen Dorfladen. Aus dem Sortiment wählen wir das Attraktivste – eine Dose gekochte Linsen und eine Dose Ravioli, die wir in der Mikrowelle der ‚Küche‘ aufwärmen werden. Da uns auch eine kleine Abteilung im Kühlschrank zusteht, kommt noch ein Liter Milch (4,50€) und etwas Käse dazu, man gönnt sich ja sonst nix. Aber die größte Überraschung ist ein Stapel, von Weihnachten übrig gebliebener Panettone Pakete… Trotzdem markiert das den kulinarischen Tiefpunkt der vergangenen 110 Tage.
Wendet man den Blick vom fernen Sonnenuntergang auf das knietiefe Wasser zu seinen Füßen, sieht man häufig kleine schwarze Dreiecke vorbeiziehen, es wimmelt nur so von Haien, allerdings harmlosen Schwarzspitzen Riffhaien, die hier jeden Abend zu Bett gehen… Und morgen wird es wieder spannend, versprochen!




























































