Die Insel Chiloe ist die zweitgrößte Insel in Chile. Sie liegt südlich von Puerto Montt und ist mit einer kurzen Fährverbindung zu erreichen. Die berühmt-berüchtigte Panamericana ist über die Insel geführt (und alle paar hundert Meter steht ein Totenmarterl). Nach einer Fahrt durch Sturzbäche von oben erreichen wir die Fähre und bleiben die ganze Überfahrt im Auto sitzen. Kurz nach der Ankunft in Chiloe ändert sich das Wetter auf dem Weg nach Ancud binnen Minuten zu strahlendem Sonnenschein. Wir bleiben über Nacht in einer spektakulär schön gelegenen Cabana auf einem Hügel in der Nähe von Ancud. Die Hütte in Form eines Ikosaeders hat zwei Ebenen mit dreieckigen Scheiben im Dach und sogar einen Holzofen mit dem wir es uns bullig warm und gemütlich machen. Nachdenklich stimmt allerdings, dass die Nachbarhütte abgebrannt ist…

Am nächsten Tag fahren wir zu einer Kolonie von Humboldt- und Magellan-Pinguinen auf den Puñihuil Inselchen, die man von einem kleinen Boot aus beobachten kann – aber es gibt auch eine Menge anderer Vogelarten z.B. Rabengeier, Riesendampfschiff-Enten (kein Witz), Chile-Pelikane und natürlich jede Menge Möven und Kormorane und auch ein paar Seelöwen.
Die vielen Touristen werden professionell und originell an dem flachen Sandstrand in die Boote verladen, ohne dass man dabei nennenswert nass wird.
Die Weiterfahrt nach Castro, der Inselhauptstadt, wird erstmal jäh durch einen quer auf der Fahrbahn liegenden LKW gestoppt, aber ein freundlicher Chilene bietet sich an, ihm zu folgen, um auf abenteuerlichen ‚Feldwegen‘ die Unfallstelle zu umfahren – wiedermal rettet uns der Allrad-Antrieb.
In Castro haben wir ein Zimmer in einem typischen Stelzenhaus, Palafito, welches direkt am Ufer einer Bucht liegt.

Vor der Terrasse schwimmen zahlreiche Schwarzhals-Schwäne und nebenan gibt es eine hervorragende Cevicheria.
Nach einer Stunde Fahrt auf einer kurvigen Landstraße kommen wir kurz vor Schließung im Nationalpark Chiloe an, trotz der begrenzten Zeit, die wir hier nur haben, ist die Wanderung durch das dichte Gestrüpp aus Myrtenbüschen, Moosen, Farnen und einer großen Zahl nie gesehener blühender Sträucher sehr eindrücklich.
Und in der Nacht schüttet und stürmt es, dass die Bude wackelt, wie bei einem Erdbeben,











