In unserem kleinen Hotel Rumi Wasi, schön am Hang gelegen mit Blick über die Stadt, das wir mittlerweile alleine bewohnen, werden wir umsorgt von Priscilla, dem Hausmädchen und Köchin, Manuel, dem Manager und Cristina, der Eigentümerin die in Lima festsitzt. Von ihnen haben wir den Kontakt zur deutschen Honorarkonsulin in Cusco bekommen und sind von ihr, wie auch die fast 600 anderen gestrandeten Deutschen, in eine WhatsApp Gruppe aufgenommen worden um über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten zu werden. Zusätzlich gibt es eine WhatsApp Gruppe pro Fluggesellschaft, in unserem Falle Avianca, bei der wir ein Ticket für den Rückflug über Bogota nach München am 20.3. , also übermorgen, haben. Natürlich ist dieser Flug aber als ‚canceled‘ angezeigt.
Manuel hat uns versichert, solange wie notwendig bleiben zu können. Priscilla hat ihren 4 jährigen Sohn mitgebracht und lebt jetzt auch hier, um uns zu versorgen. Abends kocht sie Hühnchen mit Reis, ein Gericht, das wir befürchteten, die ganze Reise unzählige Male serviert zu bekommen, doch tatsächlich war es hier in Cusco das erste Mal in dem halben Jahr!
Es tut sich etwas am Himmel: Die Polizei lässt Drohnen fliegen, um zu kontrollieren, dass auch jeder brav zuhause bleibt. Und jetzt sind auch die ersten drei Latam Maschinen aus Lima gekommen, um Israeli und Mexikaner abzuholen. Seit es die App Flightradar gibt, kann sich ja keiner mehr am Himmel verstecken.
Avianca stellt sich taubstumm, keine Information, ob und wann ein Flug stattfinden wird.
Langweilig wird uns aber nicht, es gibt ja viele, die besorgt mit uns Kontakt halten. Aber wir haben, verglichen mit den meisten anderen Orten in Peru, die wir gesehen haben, wirklich Glück gehabt, dass es uns in Cusco erwischt hat.
Beruhigend ist auch, dass, sollten die Einkäufe zur Neige gehen, die Vorräte an Bauchspeck noch ziemlich lange halten werden.

