Nun hat also Peru verfügt, dass wir hier zu bleiben haben, damit wir uns daheim nicht mit dem Coronavirus anstecken – es hätte aber noch ein Schlupfloch durch Kolumbien gegeben, das haben wir aber um ein paar Stunden verpasst.
In Cusco kann man sich aktuell über die Haftbedingungen mal überhaupt nicht beschweren.
Auch unsere Zelle, wiewohl aus hohen Mauern mit groben Felsbrocken errichtet, geht in einen kleinen Innenhof und von einer höher gelegenen Terrasse hat man eine fantastischen Aussicht auf die Stadt, die sich weit auf die Berghänge ausgebreitet hat.
Anders als das weiße Arequipa ist hier alles in Ton gehalten, die Dächer der Altstadt sind mit Schindeln gedeckt und die engen Gassen sind meistens so steil und mit Treppen gespickt, dass Autos kaum eine Chance haben in der Stadt herum zu fahren.
Das Zentrum der Altstadt bildet ein großer Platz, an dem zwei mächtige Kathedralen wetteifern, welche die bedeutendere ist. Rund um den Platz gibt es mehr als genug Auswahl an Kneipen, Cafés und Restaurants. Überquert man den Platz zügig wird man ca. 10 mal angemacht, ob man nicht mal in die Speisekarte, das Massageangebot, die Zigarettenauswahl oder die Schmuckschatulle schauen möchte oder sich nicht doch lieber die Schuhe putzen lassen will. Letzterem haben wir fahrlässigerweise zugestimmt. Der Preis gilt offenbar nur für einen Schuh und wenn man dann das Argumentieren anfängt, wird einfach der zweite Schuh so versaut, dass man kaum noch auskommt, den doppelten Preis zu zahlen, um dann später mühsam die gründlich verhunzten Schuhe selber wieder aufzupolieren. Umso angenehmer war ich überrascht, für 8 Euro eine Stunde sehr passabel massiert worden zu sein.
In und um Cusco sind die alten Mauern und Anlagen der Inka verstreut. Einige davon kann man auf einem Spaziergang durch die Altstadt entdecken, andere liegen etwas außerhalb und man kann entweder eine Tour buchen oder sich ein Auto mieten. Diese Mauern sind ja weltberühmt aber life davor zu stehen und die Dimensionen der millimetergenau gearbeiteten Steine zu erleben ist schon etwas Besonderes. Am eindrucksvollsten ist die Anlage Sacsayhuamán mit Steinen, die bis zu 200 Tonnen wiegen und 20 Kilometer weit vom Steinbruch transportiert wurden. Leider gibt es kaum erklärende Tafeln, erstens, weil man einen Guide nehmen soll und zweitens, weil man wohl wenig gesichert weiß, denn die Inka haben nichts aufgeschrieben und so scheint vieles nur Mutmaßung der Archäologen oder der Fantasie der Guides entsprungen.











