Die Spatzen hier sind größenwahnsinnig, versucht doch einer im Cafe von unserem Teller ein halbes Mandelcroissant zu packen und damit abzuhauen. Die Krümel, die ich zuvor als Ablenkungsmanöver auf den Boden gestreut hatte, waren wohl unter seiner Würde.
Überhaupt fällt auf, dass die Fluchtdistanz aller Vögel in Neuseeland erheblich niedriger ist, als in weiten Teilen der Welt. Das ist oft sehr schön, um die fremden Arten aus der Nähe zu betrachten, kann aber auch nervig sein, wenn z.B. die Hühner ins Auto steigen um sich dann dort zu erleichtern.
Unterwegs gibt’s am Straßenrand Bio Pferdeäpfel, 5$ der Sack, die normalen sind kostenlos zum mitnehmen. Man gönnt sich ja sonst nix…
Kulinarisch ist Neuseeland sicher nicht weit von Großbritannien einzuordnen, umso erstaunlicher ist, dass es überall sehr guten Cappucino gibt – man muss nur aufpassen, dass er nicht mit Zimt oder Nesquick verdorben wird: NO topping, please!
Angesichts der Bierpreise und der üblichen Flaschengrößen ist die Begeisterung der Neuseeländer für das Oktoberfest nur allzu verständlich. Noch höher in der Wertschätzung steht allerdings die deutsche Autobahn. Die Empfangsdame im Hotel in Wellington erzählt begeistert von ihrem ausgeliehenen Maserati, mit dem sie zu ihrem 40. Geburtstag 247 gefahren sei.
‚Buy Kiwi‘ steht auf vielen Schildern, aber nirgends gibt es sie zu kaufen. Gemeint ist natürlich, nur neuseeländische Produkte zu kaufen.
Die Enten am Campingplatz in Kaiteriteri sind aufdringlich. Ständig sind sie am Betteln und gibt man ihnen nichts, schnappen sie auch schon mal zu. Ich möchte der unverschämtesten eine Lehre erteilen und füttere ihr Zwiebeln, die sie begeistert frisst. In der Konsequenz wird der Schwarm Möven aufmerksam, dass es hier was gibt und stürzt mit großem Geschrei auf die Ente. Am nächsten Morgen hat die Ente Dünnschiss und kackt direkt vor die Tür vom Camper, so ein Scheiß.
If you find a straight road in New Zealand – stop and make a foto
Die Musik in den Kneipen ist in einer Zeitschleife zwischen den Beatles und Abba hängen geblieben, nicht die schlechteste Zeit für einen Hänger. Das Internet ist leider im 20 Jahrhundert hängen geblieben, Kilobits im ISDN Tempo, stückweise zu bezahlen.

- Awkland oder der mühsame Anlauf in einem neuen Land
- Die Kauri Wälder
- Die Kauris in den Mythen der Maori
- Bay of Islands
- Coromandel Halbinsel
- Rotorua und der grauslige Zeltplatz
- Das Thermalgebiet Te Puia
- Heiße Quellen und Sinterterrassen
- Zelten im Dampfbad
- Endlich schlechtes Wetter
- Tongariro Alpine Crossing
- Von Wellington auf die Südinsel zu den Marlborough Sounds
- Abel Tasman Nationalpark
- Mit dem Kayak zu den Seebären
- Westküste: Paparoa-Nationalpark
- Die Kea Dame am Arthur-Pass
- Durch die Südalpen Neuseelands
- Jetboat Spaß in der Rakaia Schlucht
- Steampunk und Pinguine in Oamaru
- Königsalbatrosse, Pinguine und Seebären in Dunedin
- Maximal weit weg
- Land unter im Fiordland Nationalpark
- Milford Sound
- Hilfe, ein Kea
- Von Milford Sound nach Christchurch
- Neuseelands Vögel Sammlung
- Weihnachten in Christchurch
- Mit Zug und Fähre zurück auf die Nordinsel
- Die funkelnden Höhlen von Waitomo
- Mehr Glühwürmchen, Wetas und ein toter Moa
- Bußfahrt nach Auckland
- Was macht der Beutelteufel an Silvester?
