Juan, unser Gastgeber in San Pedro, hat eine Liste mit Vorschlägen für 5 Tage Atacama ausgearbeitet, der letzte Punkt für den 5. Tag war die Besichtigung des Valle Arco Iris, welches bei der Rückfahrt nach Calama fast am Weg liegt.
Aber er hat nicht nur Programmvorschläge gemacht, sondern uns auch viele Einblicke in das Leben in San Pedro gewährt. Er ist Mitglied im Gemeinderat und hat von seinem Kampf gegen die unkontrollierte Ausbeutung der Bodenschätze berichtet. Er ist stolz darauf, der chilenischen Regierung die Stirn geboten zu haben und das Geysirfeld El Tatio u.a. mit Straßensperren vor der Zerstörung durch geothermale Bohrungen gerettet zu haben.
70% der weltweiten Lithium Vorkommen liegen in dem Drei-Länder Eck Bolivien, Argentinien und Chile. Das weckt natürlich große Begehrlichkeiten und die Regierungen vergeben Lizenzen ohne hinreichende Auflagen und entsprechend rabiat gehen die Konzerne bei der Ausbeutung vor. Der Abbau benötigt große Mengen Süßwasser und der Grundwasserspiegel in der Oase San Pedro ist bereits von 4 auf 40 m abgesunken.
Das Regenbogental wird wohl von den Tourveranstaltern nicht angeboten, sonst wären wir nicht praktisch alleine in dieser großartigen Landschaft, die keinen Vergleich mit den berühmten Canyons der US amerikanischen Nationalparks scheuen muss. Besonders imposant ist das Wechselspiel zwischen grünen (Kupfer) und roten Lehmschichten und die ausgewaschenen Schluchten. Aber auch schwarz, weiß und violette Tönungen kommen vor. Alles ist ziemlich lose und bei Regen sicherlich sehr instabil, aber wann regnet es hier schon? Obwohl auf 3000 m gelegen, ist es am frühen Nachmittag richtig heiß. Ein paar Lamas stehen am Weg und glotzen mit gespitzen Ohren. Der Rio Grande führt etwas Wasser und so ist auch die Fahrt hinein bis zu dem Seitental Arco Iris ein Spaß, denn der Fluss ist mehrfach zu durchqueren. Die Piste hinein in das Tal ist wie gemacht für einen robusten 4×4 Wagen, den wir leider am Abend in Calama wieder abgeben müssen, denn mit dem Bus geht es am nächsten Tage weiter nach Iquique.







