Die Moai

sind natürlich die Kultfiguren, für die die Osterinsel weltweit bekannt ist. Die meisten Moai stehen oder standen an der Küste und schauten ins Landesinnere, aber viele sind auch im Steinbruch verblieben und schauen zum Meer, vermutlich konnten sich die Auftraggeber den teuren Transport an die Küste nicht leisten. Denn die Statuen sind tonnenschwer und etliche Meter hoch. Nicht nur die künstlerische Wirkung und Gestaltung sondern auch die handwerkliche Leistung, sie aus den Steinbrüchen, nur mit Muskelkraft, an ihre Bestimmungsorte zu transportieren und aufzustellen, sind zutiefst beeindruckend. Thesen von der Beteiligung Außeriridischer an den Kunstwerken wurden von dem norwegischen Abenteurer und Wissenschaftler Thor Heyerdahl in den 50er Jahren widerlegt – er hat mit seinem Team ohne jede moderne Technik eine fast fertige Statue aus dem Steinbruch über einige Kilometer an die Küste geschafft und dort aufgestellt.

Seit mindestens dem 15. Jahrhundert wurden die Moai aus den Felsen des Vulkans Ranu Rahaku gehauen, die Stile änderten sich und mit der Zeit wurden die Figuren und die Nase größer und größer und bekamen noch einen Haarschopf aus rötlichen Gestein aufgesetzt. Der größte jemals aufgestellte Moai ist 10 m hoch und 80 Tonnen schwer. Im Steinbruch sieht man sogar eine begonnene Statue mit 20 m Höhe.

Tatsächlich wurden die Steinmetzarbeiten offenbar über Nacht eingestellt, denn es finden sich Exemplare in allen Stadien der Bearbeitung und die Werkzeuge lagen wohl auch noch herum, als die ersten Europäer den Steinbruch besuchten. Man vermutet, dass sehr plötzlich die Nahrungsproduktion zusammengebrochen war, die privilegierten Steinmetze nicht mehr bezahlt (oder gefüttert) wurden und sich daher um sich selber kümmern mussten. Rätsel über Rätsel. Jedenfalls waren oder wurden praktisch alle Moai umgestürzt, unklar ob durch Naturgewalt oder die Menschen. Später wurde die Kultur der Moai Figuren durch den Vogelmann Kult abgelöst und somit waren die Statuen für die Bewohner der Osterinsel nicht mehr relevant.

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