Jetboat Spaß in der Rakaia Schlucht

Der Campingplatz am Rande der Rakaia Schlucht hat eine großartige Aussicht, wie von einer großen erhöhten Terrasse auf den Rakaia Fluss, der hier aus der Schlucht kommend in ein hunderte Meter breites Flussbett auffächert. Die letzten 6 Wochen hat es geregnet und gestürmt, aber heute wird die Sonne noch scheinen. Der Wind ist heftig und wirbelt das mehlfeine Sediment aus dem Schotterbett auf, das sich nach dem letzten großen Hochwasser abgesetzt hat, treibt ihn zum Glück aber von uns weg. Der Fluss hat immer noch Hochwasser, angeblich 360 m³/s das dreifache des Normalen. Wir gehen einen kurzen Weg zu Fuß über die Brücke hinunter an den Fluss, wo ein knallgelbes Jetboat auf Gäste wartet. Wir zahlen unseren Obulus und bekommen dann sofort und nur für uns von einem Neuseeländer Original die gewünschte Fahrt den Fluss hinauf, bis zu der Stelle von der man den Weg zurück wandern kann. Im Jetboat fühlt es sich gleich wie auf einer Achterbahn an; natürlich gehört zum Programm, dass der Kerl uns auch seine Maneuver und Spezialeffekte vorführt, z.B. direkt auf die Felsen zu halten und dann kurz vor dem Crash das Steuer rumreißen. Besonders Spaß machen die Spins, bei denen er das Boot in irrem Tempo um fast 360 Grad dreht, festhalten war sinnvollerweise angeordnet. Viel zu schnell sind wir schon am Ausstiegspunkt angekommen, klettern über den Bug auf den Kies und beginnen mit der Wanderung, die außer einigen tollen Aussichtspunkten auch noch unzählige Windungen durch die Seitentäler der Schlucht bereit hält. Aus den 10 Minuten Raserei auf dem Hinweg werden so 90 Minuten mühsamer Rückweg mit bestimmt 500 extra Höhenmetern.

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