Matareva Beach Fales

Für uns der schönste Strand und die beste Unterkunft auf Samoa waren die Matareva Beach Fales. Einige Kilometern über eine holprige Piste von der Hauptstraße zu erreichen liegt das Ressort an einer einsamen Bucht. Eingefasst von vulkanisch schwarzen Felsen mit einem perfekten Sandstrand unter Palmen stehen hier ein paar offene Hüttchen, nur mit einer dünnen Matratze und ein paar Palmblättern als Sichtschutz garniert. Es gibt einen großen gemeinsamen Platz für die Mahlzeiten, eine Bar und ein paar ‚Sanitäranlagen‘. Die Bucht wurde von den Eigentümern zur Schutzzone erklärt und wird von einem Korallen-Fachmann aus Fiji betreut. Einige europäische Freiwillige arbeiten hier mit und das Personal ist wohl auch in einem sozialen Kontext angestellt und von einer NGO betreut. Wir treffen zwei sehr nette Kanadierinnen aus Quebec bereits zum 5. Mal seit Blue Lagoon auf Fiji und wir werden uns in Neuseeland sicher nochmal treffen.

Blowholes auf Savai’i

Savai’i ist die größere der beiden Inseln Samoas. Wir sind mit der Fähre von Upolo in ca. einer Stunde übergesetzt und im Savaien Hotel, einer netten kleinen Bungalow Anlage untergekommen. An der Südküste befinden sich in einem Lavafeld die blowholes. Ein kleines Schild weist uns den Weg von der Hauptstraße über eine Holperpiste zu einem kleinen Unterstand, an dem wir den Obolus von 10 Tala entrichten und nun entlang der Küste noch ca. 1 km fahren müssen, bis wir von einer typischen Samoanerin auf eine Wiese zum Parken eingewiesen werden. Der Parkplatz kostet nochmal 10 Tala… Jetzt sehen und hören wir schon die gewaltige Brandung und haben nur noch wenige Meter über die schwarzen Lavafelsen zu gehen bis wir vor dem ersten Loch stehen. Wenn eine große Welle mit der richtigen Phasenlage in den Tunnel schwappt, kommt an dessen Hinterausgang mit lautem Getöse die Gischt wie bei einem Geysir herausgeschossen. Ein tolles Spektakel. Die Herrin über den Parkplatz hat noch zwei Kokosnüsse dabei, die sie (diesmal ohne Aufpreis) im richtigen Moment in das Loch wirft, auf das sie wie Kanonenkugeln herauskatapultiert werden, um bei ca. 15m Höhe den Rückweg anzutreten. Das die Gute dabei klitschnass wird, ist wohl bei der sengenden Hitze kein Nachteil. Wir treiben uns noch lange zwischen den insgesamt 7 Löchern herum, nicht ohne selbst langsam eine dicke Salzkruste anzusetzen. Mit unserem Besuch ist das Tagwerk vollbracht und auf dem Rückweg mögen wir sie doch bitte mit ins Dorf nehmen, was wir gerne machen (und uns den Scherz verkneifen, dafür auch 10 Tala haben zu wollen ?)

High End Ressorts

Manchmal sind wir gezwungen, uns für eine Nacht in ein kostspieliges Ressort einzumieten. In Fiji und Samoa gibt’s einfach zwischen Schlafsack am Strand und Luxusschuppen kaum Alternativen. Das hat Vor- und Nachteile. Meist vorhanden, aber keineswegs sicher ist ein eigenes Bad, aus dem man sich auch seine Shampoo-Vorräte auffüllen kann. Auch die Zahl der Krabbelviecher nimmt umgekehrt proportional aber keineswegs exponentiell mit dem Preis ab.

Dann kommen wir schon zu den Nachteilen: Fast immer ist eine Klimaanlage röhrend an ihrer Leistungsgrenze unterwegs, die wir zwar sofort abstellen (für arktische Kälte hätten wir ja daheim bleiben können) aber je nach Bauweise kommt man dann vom Regen in die Traufe. Bei massiven Betonwänden und gekachelten Böden setzt nun ein massives Kondensieren ein (99,9% Luftfeuchte bei >30°) was dazu führt, dass die Spiegel erblinden, das Wasser von den Wänden läuft und das Laufen auf den feuchten chinesischen Marmorplatten alle Konzentration erfordert.
In den überteuerten Restaurants halten sich die Ärgernisse mit den Anekdoten die Waage. Einmal war die Espressomaschine defekt, die Kaffeemaschine ebenso und es gab nur koffeinfreien, löslichen Kaffee in Tütchen in denen neben Spuren von Kaffeepulver reichlich Zucker und Milchpulver enthalten waren. Langsam gewöhnen wir uns auch an das gedrillte Protokoll des Personals: ‚How are you?, how was your day?, did you enjoy your meal? thank you for choosing xy ressort‘, aber nie entspinnt sich ein lockeres Gespräch über Gott und die Welt und natürlich die Kinder.
Nach dem Überreichen der Speisekarte kreist der Kellner selten mehr als 1.5 m um den Tisch, lauert auf seinen Einsatz und muss manuell zwei- bis dreimal wieder in einen höheren Orbit gebeamt werden.
Low Score beim Abräumen: Wir amüsieren uns beim Zählen der Sekunden nach dem die Gabel mit dem letzten Bissen den Mund verlassen hat, bis der Ober kommt und angesichts des leeren Tellers fragt, ob er wir schon fertig seien. Selten kommen wir über drei. Auch sind die Zuständigkeiten nicht geklärt und da Nebensaison ist, kommt gerne auch noch ein zweiter und dritter Kellner zum Nachfragen, ob es noch ein Bier oder eine Nachspeise sein darf.

Wir freuen uns schon auf das Zelten im Dauerregen bei 10° in Neuseeland ?

Fiafia Tanz

Die Samoaner tanzen, aber wie! Nebenan in den Taufoa Beach Fales gibt’s dienstags nach Sonnenuntergang ein Fiafia Show, die wir uns ansehen wollen. Da in unserer Anlage nur 4 Gäste sind, dachten wir, es würde ausfallen, aber nach wenigen Schritten über den Strand war klar: Hier ist der Bär los. Begleitet von einem Trommler und einem Gitarristen tanzen 10 junge Männer aus dem Dorf, dass uns nur beim Zuschauen schon zu heiß wird. Die Tänzer sind traditionell spärlich gekleidet und sollen nach Aussage der Damen recht attraktiv aussehen. Anfangs singen sie selbst, später kommt die Musik vom Band, samoanischer Pop, den Jungs macht es sichtlich mehr Spaß zu den modernen Rhythmen zu tanzen. Sie haben eine unglaubliche Körperbeherrschung zwischen elegant, fast wie auf Bali, und kraftvoll wie die Schuhplattler. Zur Pause müssen die Gäste ran, der Abschnitt fehlt im Video ganz bewusst!

Allerlei Löcher in Samoa

Samoa ist ebenfalls vulkanischen Ursprungs und bietet deswegen einige, von Lavaflüssen geformte, sehenswerte Löcher. Diese sind meist mit Wasser gefüllt und haben Verbindung zum Meer. Das eine Loch, Tu Sua Ocean Trench, ist ziemlich tief mit überhängenden oder mindestens senkrechten Wänden und man steigt über eine etwas glitschige vielleicht 7m hohe Holzleiter hinab. Nur für Schwindelfreie und das Wasser ist leider zu flach um von oben zu springen.

Im O le Pupu-Peo Nationalpark wandern wir durch einen dichten Wald aus Schraubenpalmen entlang von Lava Klippen, die etwa 10m senkrecht ins Meer abfallen und beobachten wie sich die Brandung an den Felsen abarbeitet und weitere spannende Löcher erzeugt. Neugierig nah am Klippenrand, nicht aufgepasst, einen Kaventsmann übersehen und schon gibt’s eine deftig salzige Dusche.

Samoa

Die Erlebnisse und Eindrücke auf Samoa sind erstmal auf der Samoa Seite zusammengefasst, für separate Beiträge reicht es noch nicht.

Hübsche Fischlein gibt es auch in den Riffen um Samoa:

Und natürlich spektakuläre Südsee-Sonnenuntergänge