Matsushima

Dieser Ort am Meer ist berühmt für seine 253 Inseln, die meisten mit Kiefern bewachsen. Viele japanische Touristen kommen hier her. Es gibt neben den Inseln einige schöne Schreine, inmitten von Zen-Gärten gelegen zu besichtigen.

Der Ort selber hat eher eine Industriegebiet-Atmosphäre, aber einen spannenden Fischmarkt und einige Restaurants mit lokalen Spezialitäten, insbesondere große Austern, die hier gerne gegrillt serviert werden. In den Fischmarkt integriert ist eine Sushi Küche, die auf Bestellung – perfekt organisiert – sehr attraktive Variationen hervorzaubert, die aber in einer eher schlichten Fast-Food Umgebung verzehrt werden.

Eindrücke:

  • Auf dem Schiff ist selbst das Tau so sauber dass man sich mit der weißen Hose drauf setzen könnte
  • Wir haben großen Spaß mit unseren Vermietern, einem älteren Ehepaar mit 2 Pudeln, mit Google Sprache. Wir kriegen die Wäsche umsonst gewaschen.
  • Das Mittagessen wird am Automaten mit Bildchen gewählt und bezahlt, dann aber in der Küche zubereitet und serviert

Nikko

Nikko liegt zwei Stunden Zugfahrt nördlich von Tokio am Fuß der Berge und ist umgeben von Wäldern mit Ahorn und japanischen Zedern. Nikko ist berühmt für seine Schreine. Der Toshogu Schrein aus dem 17 Jh. ist der berühmteste und wurde zu Ehren des Shoguns Tokugawa Ieyasu (1542-1616) erbaut und besteht aus vielen einzelnen Tempeln. Er ist umgeben von einem majestätischen Zedernwald mit über 300 Jahre alten Baumriesen.

Kurz vor Schließung in der Abendsonne waren die Touristenscharen schon wieder in ihren Bussen auf dem Heimweg und wir genießen die Ruhe an diesem märchenhaften Ort
Unter strenger Beobachtung, dass wir alle Regeln einhalten.

In Nikko gibt es eine der drei schönsten Brücken Japans

und an einem Fluss eine Allee aus steinernen Mönchen, den Jizo, die den Weg zur Erleuchtung zeigen sollen

Tokio

Die ersten zwei Tage waren wir in Tokio, außer jet lag haben wir noch erlebt:

Ryokan mit Onsen Wir haben in der Nähe des berühmten Asakusa Schreins in einem Ryokan gewohnt, ein typisch japanisches Hotel mit wenig Platz aber stilvoll eingerichtet mit Futonbetten auf Tatami-Matten, einer all in one Nasszelle, aus der man rückwärts wieder raus muss, weil kein Platz zum Umdrehen ist. Dafür gibt es in jedem Ryokan einen Onsen, eine Art große Gemeinschafts-Badewanne (aber strikt getrennt nach Männlein und Weiblein!). Hier war der Onsen im Dachgeschoß mit Blick auf den Sky-Tree oder die Pagode des Schreins, je nach Uhrzeit.

Das berühme Running Sushi mit wirklich leckeren Variationen, die auf farblichen Tellern auf dem Förderband rotieren, Die Preise sind durch die Farbe des Tellers festgelegt, die Preisschilder rotieren auf leeren Tellern mit.

Au weia, 13 Teller haben wir verputzt, war aber dann auch nicht teurer als Pizzaessen in München

Den Tokio Sky Tree, der größte freistehende Funkturm der Welt mit zwei Aussichtsplatformen auf 350 und 450 m Höhe. Natürlich hat man (schönes Wetter vorausgesetzt) eine phantastische Aussicht auf den Großraum von Tokio aber auch der Blick senkrecht nach unten ist möglich…

Der Goldene Radi oder eine homage an den Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hatte (es war Hans-Heinerich, der Metzgershund)
Der Goldene Radi bei Nacht
  • Die kaiserlichen Gärten, die bei Regen geradezu idyllisch leer waren

Dann ging es weiter mit dem Shinkansen

um 11:14 in Richtung Sendai nach Utsunomiya und von dort mit der Regionalbahn nach Nikko

Abschied von G+D

Am 10. September habe ich mich von meinen Kollegen mit einer Feier verabschiedet. Das war – nach 29 Jahren in der Firma – ein bewegender Moment. Meine alten Freunde aus der Sensorentwicklung haben mir ein tolle Überraschungsshow gestaltet. Fast 100 Gäste sind gekommen, verwöhnt mit 9 verschiedenen Kuchen, die meine Tochter tags zuvor gebacken hatte (gelernt ist gelernt!). Für die vielen guten Wünsche für die Reise und die zahlreichen Aufforderungen, doch zurückzukommen, bedanke ich mich ganz herzlich, das war sehr rührend!

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen

Mit Sack und Pack, das kann ich mir wenigstens gut merken, aber es fehlt noch: der Foto und die Schuhe
Außer der Couch war alles auf der Waage dabei

Wieviele Einzelteile sind es? Definition: Zerstörungsfrei zerlegbar. Obacht, auch jedes Pflaster im Verbandszeug zählt! Aber ohne Geldscheine und Münzen. Wer am nächsten dran ist, bekommt: Muss ich mir noch überlegen….