Hakone ist eine Region nicht weit vom berühmten Vulkan Fuji-san. Hier gibt es vulkanische Aktivitäten, ein Naturschutzgebiet und unwirkliche Stille. Wir nächtigen im teuersten Ryokan unserer Reise am See Ashi, mit Blick auf den Fuji – wenn da nicht die Wolken wären, aber es gibt Berichte, wonach der Fuji schon mal gesehen worden sein soll. Auf dem See fahren drei Geisterschiffe (mit Dieselantrieb) auf und ab, im authentisch-japanischen Piratenstil gehalten. Die Doppelmayr Seilbahn fährt leider im interessanten Abschnitt mit leeren Gondeln, weil die vulkanischen Aktivitäten so zugenommen haben, dass es jetzt nach Schwefel riecht, also zu gefährlich ist. Mit dem Bus kann man das Teilstück umfahren und erkennt, dass hier tatsächlich ‚was los‘ war. In großen Gebieten stehen statt Bäumen nur noch fahle Gerippe, auch nahe der Straße sind ganze Hänge verkohlt.
Das Wetter ist hier auch recht launisch, aber gar nichts lassen wir auf das Außenbecken des Onsens mit Seeblick im 5. Stock und erst recht nicht auf das Abendessen kommen, welches uns von zwei steinalten Hotelangestellten im Zimmer angerichtet wurde, ein Feuerwerk an feinst ziselierten Zutaten, Dekorationen und Geschmäckern. Nach eineinhalb Stunden Tafeln wird abgeräumt und anstelle des Esstisches die Futons im Zimmer ausgebreitet. Der kürzeste Weg ins Bett ever, lange nicht so lange und gut geschlafen!
Eine Nacht haben wir in dem, auf der anderen Seite des Vulkangebiets gelegenen Ort Gora verbracht. Er liegt an einem ziemlich steilen Hang und wird von einem zick-zack fahrenden Zug erschlossen, weil der nicht um die Kurve kommt. Auch für den Bus gibt es eine Drehscheibe am Bahnhofsplatz, weil nicht genug Platz zum Wenden ist. Außerdem fährt eine Standseilbahn durch den Ort, damit man nicht zu sehr schnaufen muss. Es gibt einen hübschen Park zum Verweilen, aber das eigentliche Highlight ist ein Open Air Museum für moderne Plastik, wunderschön in die Landschaft eingebettet, mit zahlreichen Skulpturen fast aller namhaften Bildhauer des 20. Jahrhunderts (soweit wir das als Laien beurteilen können).


Grande Racconto von Guiliano Vangi 
Miss Black Power von Niki de Saint Phalle 
Symphonic Sculpture von Gabriel Loire 
Der Kinderspielplatz des Museums 
My Sky Hole von Bukichi Inoue







