Kobe Beef

Sorry, es geht schon wieder ums Essen, ist halt ein gewichtiger Aspekt eines Japan-Besuchs. Ort der Handlung: Ein winziges Restaurant in der schmalen Seitengasse Ponto-cho, irgendwo in Kyoto.

Das teuerste Rindfleisch der Welt. Ein 200 gr Steak (Sirloin) kostete in diesem Restaurant, in welchem wir heute diniert haben 33.000 Yen oder ca. 280 €. Im Kühlschrank lagern ungeheure Reichtümer, ganze kilo-schwere Brocken. Vermutlich zahlt der Schlachthof für so ein Rind 6-stellige Beträge. Da sind wir dann auf das ‚günstige‘ Wagyu Rind ausgewichen… Aber auch dieses Fleisch bestellt man besser nur in Sushi-ähnlichen Scheibchen und grillt es dann selber auf seinem eignen kleinen Gasgrill (der auch noch den Vorteil hat, der Klimaanlage ihre Grenzen aufzuzeigen) an der Küchentheke. Zuvor erfolgt die Unterweisung durch den Koch, der ja eigentlich ’nur‘ Metzger ist. Es gibt wahrscheinlich 20 verschiedene benannte Stücke vom Rind in dem Bestellsystem mit Touchscreen an jedem Platz, aber nur 1/3 davon war heute vorrätig, was aber mehr als ausreicht. Jeder Schnipsel Fleisch kommt mit einem Namensschild (nicht wie das Rind hieß, sondern das Fleisch). Die Qualität ist tatsächlich wie von einem anderen Stern, das Fleisch ist feinst marmoriert mit durchaus ordentlichem Fettgehalt, dafür aber so zart, dass man es mit den Stäbchen zerteilen kann. Fazit: Am besten isst man sich vor Besuch eines Steakhauses schon mal satt und lässt sich dann dort die köstlichen Stückchen zum Nachtisch auf der Zunge zergehen. Ein kulinarisches Erlebnis, da schaut selbst der Franzose alt aus.

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