Bora Bora

Die Anreise nach Bora Bora erfolgt natürlich mit dem Flugzeug von Papeete, vorbei an Huaine, Raiatea und Tahaa, und ist schon ein Erlebnis für sich. Der Flughafen von Bora Bora liegt wiederum auf einer vorgelagerten Insel und man steigt vom Flugzeug in einen chicen Katamaran, um noch ein paar Kilometer durch die Lagune mit Blick auf die zerklüfteten Berge Bora Boras bis zum Hauptort Vaitape zu gleiten. Dann geht’s mit dem Bus weiter, der uns direkt in unser Hotel ‚Royal Bora Bora‘ bringt – im Vergleich zu Rangiroa 10 Stufen weiter oben auf der Luxusskala.

Bora Bora ist ein Hype, besonders die Amerikaner scheinen von hier wie magisch angezogen um ihre Flitterwochen zu verbringen. Schade um die Insel, denn sie leidet. Praktisch alle Motus, die sich um die Hauptinsel aufreihen und den Rand der Lagune markieren sind von internationalen Hotelketten gekauft und mit Stelzenbungalows in der Lagune gepflastert, so monoton wie eine neu gebaute Reihenhaussiedlung. Warum sich so viele finden, die gerne 1000€ die Nacht dafür ausgeben, ist mir ein Rätsel. Die Einheimischen leiden auch unter den Preisen im Supermarkt und beklagen sich auch hier über die Chinesen. Zur Not wären da noch ein paar Kanonen der Amerikaner aus dem letzten Weltkrieg…

Mit einem ganz passablen Mountain Bike habe ich die Insel auf der Küstenstraße umrundet, ca. 32 km (Susi hatte sich einen Tag auskurieren müssen). Es ist Mangozeit und überhall hängen die Früchte prall und bunt an den Bäumen oder liegen schon matschig und angegoren auf der Straße. Die Ausblicke in die Ferne sind grandios, aber am Straßenrand schaut es so aus, als würde morgen der Sperrmüll eingesammelt, oft qualmt noch ein schwelender Müllbrand und verpestet die Luft, gut, dass immer ein Wind bläst. Zusammengefasst: Bora Bora wird überschätzt.

Aber schöne Sonnenuntergänge können sie schon hier, vielleicht unfreiwillig unterstützt von den australischen Buschfeuern

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