Hier in Rotorua gibt es so viel zu sehen, dass es ein richtiger Stress ist, das Wichtigste in dem berühmten Thermalgebiet auszuwählen und in einen Plan zu gießen. Der Ort selber ist von erschreckender Gesichtslosigkeit. Das eigentlich wunderschöne Seeufer liegt brach und alle Restaurationen befinden sich in einer Art überdachter Einkaufsstraße in nur mühsam ausgekleideten Lagerhallen aus Wellblech. Der Campingplatz liegt zentral, was bei Hotels üblicherweise die Umschreibung für ständigen Verkehrslärm ist – auch hier trifft das zu, und es ist tatsächlich so, als würde man auf dem kleinen Grünstreifen eines Supermarktparkplatzes zelten. Wir sind umstellt von Wohnmobilen aller Größen, zelten tun wohl nur die Mittellosen, jedenfalls nicht die anderen deutschen Touristen, die den Platz scheinbar exklusiv besetzt haben. Und weil es grad praktisch war, haben wir auch noch für zwei Nächte bezahlt. Da werden wir wohl zukünftig etwas besser aufpassen müssen. Immerhin gibt es zwei kleine Thermalwasserbecken in die man sich zur Beruhigung legen kann. Die sonstige Ausstattung ist perfekt, allerdings brauchen wir weder Hüpfburg noch Fernsehraum. Seit wir uns für 49$ als Mitglied dieser Campingplatzkette haben ködern lassen sparen wir 10% auf den Übernachtungspreis und hätten auch sonst noch hier und da einen Discount, würden wir rechtzeitig daran denken, den Mitgliedsausweis zu zücken.
