Die Kauris in den Mythen der Maori

Die Kauri Bäume sind nach den Sequoias die zweitgrößten Bäume der Welt. Wir besuchen den Tane Mahuta (Gott des Waldes), der ca. 2000 Jahre alt sein soll. Ein Gigant im Wald, von den Maori als Vater allen Lebens verehrt. Er ist über 50 m hoch, hat einen Stamm mit ca. 6m Durchmesser und bis in eine Höhe von 14m keinen Ast (245 qm Holz). Ein anderes Exemplar, den Tematua Ngahere (Vater des Waldes), ist vermutlich noch 500 Jahre älter, hat einen noch dickeren Stamm, schaut aber altersbedingt in der Krone schon arg gerupft aus.

Es erscheint uns unvorstellbar, wie es die europäischen Siedler (eigentlich Invasoren) es in wenigen Jahrzehnten geschafft haben, mit den damaligen Werkzeugen in dem Land derartig gründlich den Urwald mitsamt diesen riesigen Kauris zu vernichten. Seit einigen Jahren gehört das Land jetzt wieder formell den Maori, na toll. Das Fällen von Kauris ist mittlerweile verboten, nur die Maori dürfen für rituelle Handlungen (z. B. den Bau eines Kanus) noch Bäume schlagen.

Der Begriff des Waldbadens könnte ebenso gut von den Maori stammen. Die Ehrfurcht vor den Bäumen war bei dem Gebet in den Wald unseres Guides auf Te Reo Māori auch ohne Übersetzung zu spüren.

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