Vanuatu



Wie für Japan werde ich die Blog-Beiträge zu den einzelnen Orte, die wir besuchen werden im Menü chronologisch anordnen. Hier auf die Vanuatu Seite kommen die allgemeinen ‚Einzeiler‘ zu den Eindrücken:

  • Lang nach Sonnenuntergang, auf dem Heimweg von der Strandbar in unsere Unterkunft, laufen wir entlang der stockdunklen Landstraße und es könnte ein wenig unheimlich sein, würde nicht alle paar Meter aus dem Dunkel ein fröhliches ‚Good Night‘ ertönen – wir grüßen zurück in die Nacht, man kann sie kaum erkennen, die freundlichen Schwarzen
  • Es gibt einen super organisierten privaten ‚öffentlichen Nahverkehr‘ – jedes zweite Fahrzeug ist ein Minibus oder Pritschenwagen und hält sofort, wenn man winkt. Der Fahrer kombiniert die Wünsche der Zugestiegenen zu einer Route, die sich dann gegenüber dem eigenen Ziel u.U. deutlich verlängert aber unschlagbar billig ist.
  • Plastiktüten sind auf Vanuatu verboten worden, Plastikflaschen gibt es aber noch zu viele, die herumliegen. Warum gibt es kein Pfandsystem? Die Einheimischen brauchen diese Flaschen jedenfalls nicht.
  • Der Zyklon Pam, der 2015 Vanuatu traf, ist tief ins kollektive Gedächtnis dieser Nation eingebrannt. In fast jedem Kontakt mit den Einheimischen kommt dieses Ereignis zur Sprache, jeder hat es auf seine Weise erlebt und erzählt von dem Schrecken dieser Nacht. Wie durch ein Wunder sind landesweit nur ca. 15 Menschen zu Tode gekommen. Es war einer der stärksten Wirbelstürme, die jemals registriert wurden. Man kann nur ahnen, wie das Land nach nur 4 Stunden vollkommen verwüstet war – in Port Vila 90% der Häuser beschädigt oder zerstört.
  • Mobilfunk gibt es bis in den hinterletzten Winkel, billig und schneller als erwartet
  • Hier gibt es keine Kondensstreifen am Himmel, nie, nirgends, aber einen faszinierend klaren Sternenhimmel mit Sternschnuppen, deren Flugrichtung sich plötzlich ändert (es sind also ziemlich große und schnelle Glühwürmer)
  • Wenn man immer den Hahn, der als erstes in der früh um 4 das Krähen anfängt als nächsten Sonntagsbraten schlachten würde, hätte man nach ein paar Hühner-Generationen eine ruhige Nacht
  • Vor jeder Mahlzeit wird gebetet und Gott gedankt für die Speisen und dafür, dass man die Nacht gut verbracht hat oder heil vom Vulkan zurückgekehrt ist.
  • Auf Ambrym sollte für die Fußgänger die Helmpflicht eingeführt werden. Ohne Helm auf der Landstraße herumzulaufen ist mindestens so lebensgefährlich wie nicht angeschnallt auf dieser zu fahren => Kokosnüsse mit 50 km/h von oben, wenn man mal den Luftwiderstand vernachlässigt.
  • Die einzelnen Inseln Vanuatus unterscheiden sich spürbar voneinander. Man lästert auch schon mal über die anderen Insulaner, z.B. dass Leute aus Tanna gerne mal Stress verursachen. Tatsächlich empfanden wir die Menschen auf Ambrym als äußerst liebenswert, die auf Tanna eher etwas muffelig mit leicht groben Manieren.
  • Die Preise hier sind sehr hoch, vergleichbar mit Japan. Das Preis/Leistungsverhältnis ist es leider nicht.
  • Es ist sehr angenehm, dass den Menschen in Vanuatu jegliche Schlitzohrigkeit abgeht. Es wird immer korrekt abgerechnet und herausgegeben. Auch gibt es eine selbstlose Hilfsbereitschaft den Fremden gegenüber.