Zur Begrüßung auf dem Flughafen in Samoa:

Die Rugby Mannschaft auf dem Bild war mit uns im Flieger auf dem Heimweg von einem Turnier auf Fiji
- Zum Mittagessen in einem Restaurant am Hafen in Apia werden wir nach unserem Lieblingssong gefragt, und dann legen sie uns Shallow von Lady Gaga auf.
- Die Eigentümerin des Souvenirshops erzählt von ihrem deutschen Großvater, der hier die Tochter eines Stammesführers geheiratet hat. Samoa war ja bis zum 1. Weltkrieg deutsche Kolonie.
- In Polynesien, besonders aber in Samoa gibt es Menschen, die sich nicht einem der gewohnten Geschlechter zuordnen, die Fa’Afafine. Auch auf Fiji war uns schon aufgefallen, dass es Männer gab, die einen ausgesprochen weiblichen Körper hatten und mit hoher Stimmlage gesprochen und besonders hoch (und schön!) gesungen haben. Hier in Samoa sieht man sie öfter, z. B. im Supermarkt an der Kasse, Männer, die geschminkt sind und Schmuck tragen. Sie sind in Samoa als 3. Geschlecht schon immer akzeptierter Teil der Gesellschaft.
- Typische Bauwerke auf Samoa sind die fale, offene Pfahlbauten, die alle Familien auf ihrem Grund errichten. Teilweise komplett eingerichtet mit Möbeln, ist es schon eigenartig, im Vorbeifahren den Leuten ins Wohnzimmer zu schauen.
- Unser Bungalow, etwas erhöht am Strand, hat eine kleine Terrasse von der aus wir sowohl den Sonnenaufgang als auch den Sonnenuntergang sehen können. Höchster Sonnenstand ist um 13:10 bei 86°. Es fühlt sich dann fast genauso warm an!

- Auf Samoa wurde vor 10 Jahren von Rechts- auf Linksverkehr umgestellt. Bei dem bisschen Verkehr ist das wahrscheinlich gar nicht bemerkt worden. Für mich ist es aber irritierend, links zu fahren, auf Straßen, die aufgemalte, entgegen zeigende Richtungspfeile haben ?
- Die Dörfer sind hübsch begrünt, jede Familie hat eine große, gepflegte, kurz geschnittene Rasenfläche um ihre Häuser und Fales. Entlang der Straße wachsen bunte Büsche, meist Kroton, aber auch viele blühende Stauden. Es fällt auf, dass relativ wenig Müll herumliegt.
- Samoas Südküste wurde 2009 von einem Tsunami schwer getroffen, ausgelöst durch ein Seebeben. In unserer Anlage hängen Fotos, die zeigen, dass praktisch alle Bauten dem Erdboden gleich gemacht waren. Jeder hier hat Opfer unter den Verwandten und Freunden zu beklagen. Die Korallen und der Strand sind auch zerstört, aber vereinzelt bilden sich kleine neue Korallenstöcke in dem Trümmerhaufen.
- Samoa liegt, den mittleren BMI der Bevölkerung verglichen an 4. Stelle weltweit. Das ist unübersehbar und im Flugzeug muss man echt die Nerven behalten, in der Hoffnung, dass es einen nicht mit voller Breitseite trifft.
- Samoa ist ein Hotspot für katholische Sekten. Jedes Dorf hat mindestens 5 Kirchen, der Aufwand und der Platzbedarf erscheint uns ungesund, betrachtet man die sonstigen Lebensverhältnisse. Es konkurrieren die Mormonen, die 7-Tages Adventisten, die Saints of the latter days, die Baptisten, Methodisten, Pfingstkirchler, Zeugen Jehovas, usw. Am Sonntag ist alles öffentliche Leben eingestellt, nicht mal Chinesen gibt es, die ihren Laden offen hätten.
- Besonders auf Savai’i sind zahlreiche Dörfer auf relativ jungen Lavaströmen erbaut. Der Boden ist schwarz, krustig, unbrauchbar für jede Art von Kultur. Bäume haben sich in tiefere Schichten vorgearbeitet und spenden etwas Schatten.
