{"id":971,"date":"2019-11-14T21:07:10","date_gmt":"2019-11-14T21:07:10","guid":{"rendered":"https:\/\/niko.lipkowitsch.de\/?p=971"},"modified":"2021-01-22T22:16:03","modified_gmt":"2021-01-22T22:16:03","slug":"high-end-ressorts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weltreise.lipkowitsch.de\/index.php\/2019\/11\/14\/high-end-ressorts\/","title":{"rendered":"High End Ressorts"},"content":{"rendered":"\n<p>Manchmal sind wir gezwungen, uns f\u00fcr eine Nacht in ein kostspieliges Ressort einzumieten. In Fiji und Samoa gibt&#8217;s einfach zwischen Schlafsack am Strand und Luxusschuppen kaum Alternativen. Das hat Vor- und Nachteile. Meist vorhanden, aber keineswegs sicher ist ein eigenes Bad, aus dem man sich auch seine Shampoo-Vorr\u00e4te auff\u00fcllen kann. Auch die Zahl der Krabbelviecher nimmt umgekehrt proportional aber keineswegs exponentiell mit dem Preis ab. <\/p>\n\n\n\n<p>Dann kommen wir schon zu den Nachteilen: Fast immer ist eine Klimaanlage r\u00f6hrend an ihrer Leistungsgrenze unterwegs, die wir zwar sofort abstellen (f\u00fcr arktische K\u00e4lte h\u00e4tten wir ja daheim bleiben k\u00f6nnen) aber je nach Bauweise kommt man dann vom Regen in die Traufe. Bei massiven Betonw\u00e4nden und gekachelten B\u00f6den setzt nun ein massives Kondensieren ein (99,9% Luftfeuchte bei >30\u00b0) was dazu f\u00fchrt, dass die Spiegel erblinden, das Wasser von den W\u00e4nden l\u00e4uft und das Laufen auf den feuchten chinesischen Marmorplatten alle Konzentration erfordert. <br>In den \u00fcberteuerten Restaurants halten sich die \u00c4rgernisse mit den Anekdoten die Waage. Einmal war die Espressomaschine defekt, die Kaffeemaschine ebenso und es gab nur koffeinfreien, l\u00f6slichen Kaffee in T\u00fctchen in denen neben Spuren von Kaffeepulver reichlich Zucker und Milchpulver enthalten waren. Langsam gew\u00f6hnen wir uns auch an das gedrillte Protokoll des Personals: \u201aHow are you?, how was your day?, did you enjoy your meal? thank you for choosing xy ressort\u2018, aber nie entspinnt sich ein lockeres Gespr\u00e4ch \u00fcber Gott und die Welt und nat\u00fcrlich die Kinder.<br>Nach dem \u00dcberreichen der Speisekarte kreist der Kellner selten mehr als 1.5 m um den Tisch, lauert auf seinen Einsatz und muss manuell zwei- bis dreimal wieder in einen h\u00f6heren Orbit gebeamt werden. <br>Low Score beim Abr\u00e4umen:  Wir am\u00fcsieren uns beim Z\u00e4hlen der Sekunden nach dem die Gabel mit dem letzten Bissen den Mund verlassen hat, bis der Ober kommt und angesichts des leeren Tellers fragt, ob er wir schon fertig seien. Selten kommen wir \u00fcber drei. Auch sind die Zust\u00e4ndigkeiten nicht gekl\u00e4rt und da Nebensaison ist, kommt gerne auch noch ein zweiter und dritter Kellner zum Nachfragen, ob es noch ein Bier oder eine Nachspeise sein darf.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir freuen uns schon auf das Zelten im Dauerregen bei 10\u00b0 in Neuseeland ?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/weltreise.lipkowitsch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20191115_104316-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-974\" srcset=\"https:\/\/weltreise.lipkowitsch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20191115_104316-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/weltreise.lipkowitsch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20191115_104316-300x169.jpg 300w, https:\/\/weltreise.lipkowitsch.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20191115_104316-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manchmal sind wir gezwungen, uns f\u00fcr eine Nacht in ein kostspieliges Ressort einzumieten. 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